Im Juli 1808 riefen 10 bekannte Wissenschaftler zur Gründung einer naturkundlichen Gesellschaft
auf Die treibenden Kräfte waren Hanauer Bürger, der Mineraloge Carl Caesar Leonhard, der Botaniker
Dr. Gottfried Gärtner und der Arzt Dr. Johann Heinrich Kopp. Die Gründungsversammlung fand am
10. August 1808 in Hanau statt.
Heute wird immer wieder gefragt: Hanau und die Wetterau? Wieso diese Namenskombination?
Vor 200 Jahren verstand man unter der Wetterau das Gebiet zwischen Vogelsberg, Odenwald,
Taunus und Spessart. Die Stadt Hanau liegt fast in der Mitte dieser Region, die damalige
Namensgebung kann also leicht nachvollzogen werden. Um ihre Tradition zu bewahren, behält
die Wetterauische Gesellschaft ihren Namen bei, auch wenn sich sowohl die politische als
auch die geographische Bedeutung der Bezeichnung
Wetterau gewandelt hat.
Die Gesellschaft wurde binnen kurzer Zeit auch außerhalb von Hanau sehr bekannt.
Die Arbeiten ihrer Mitglieder, zu denen auch Johann Wolfgang von Goethe,
Alexander von Humboldt, Justus von Liebig und Friedrich Wöhler gehörten,
fanden vielfältige Anerkennung.
Goethe empfahl in einem am 23. November 1814 an den Frankfurter Gelehrten C. H. Schlosser
gerichteten Brief die Wetterauische Gesellschaft als Vorbild für eine wissenschaftliche
Vereinigung in Frankfurt. Wenige Jahre später wurde dieser Vorschlag aufgegriffen
und es erfolgte die Gründung der Senckenbergischen Gesellschaft.
Sammlungen und Schenkungen der Mitglieder bildeten schon in den Anfangsjahren der
Wetterauischen Gesellschaft einen umfangreichen Bestand ausstellungswürdiger Exponate.
Es entstand ein Museum, das bis zur Zerstörung durch den Bombenangriff vom 06. Januar 1945
in den oberen Räumen des ehemaligen Kanzleigebäudes am Schloßplatz untergebracht war. Mit
nur geringen Schäden überstand jedoch die umfangreiche Bibliothek der Wetterauischen Gesellschaft
die Kriegsereignisse. Sie befindet sich noch heute in dem angestammten Raum im Erdgeschoß
des Kanzleigebäudes und birgt viele bibliophile Schätze.
Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder: 20 Euro, für Familien: 25 Euro.
Partnervereine
Arbeitsgruppe Palaeo-Geo e.V., Kelkheim
NNVM.org
Astronomische Gesellschaft Urania
Frankfurter Geographische Gesellschaft
Georgius Agricola Montanisten Mainz e.V.
Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft
Nassauischer Verein für Naturkunde