Wir über uns
Wir sind Fachleute und Laien.Vorträge
Im Winterhalbjahr veranstalten wir regelmäßig monatlich mehrere Vorträge, die abends stattfinden. Die Themen umfassen überwiegend die Arbeitsgebiete: Geologie und Mineralogie, Geographie, Botanik, Zoologie, Gewässerkunde, Klimatologie, Chemie und Physik.
Die Teilnahme an den öffentlichen Vorträgen und den übrigen Veranstaltungen der Gesellschaft ist kostenlos. Die Veranstaltungsprogramme werden den Mitgliedern zugesandt. Sie liegen auch in der Stadtbibliothek aus. Sie werden in der öffentlichen Presse und durch einige Aushänge angekündigt. Interessenten werden auf Anfrage ausführlich informiert.
Exkursionen
Im Sommerhalbjahr bieten wir verschiedene Halbtages- und Ganztagesausflüge sowie eine Mehrtagesexkursion an. Selbstverständlich können auch Nichtmitglieder an den Veranstaltungen teilnehmen.
Naturkundlicher Arbeitskreis
Er findet einmal monatlich in der Bibliothek der Wetterauischen Gesellschaft statt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen stellen Mitglieder und Gäste Ergebnisse ihrer eigenen Arbeiten vor oder sie diskutieren ein ausgewähltes Thema.
Bibliothek
Sie umfasst einen sehr umfangreichen und wertvollen Bestand an Büchern, Zeitschriften und Sonderdrucken. Er beruht auf Zukäufen, Schenkungen und einem fast 200-jährigen Schriftentausch. Heute werden mit ca. 100 nationalen und internationalen Partnern vereinsinterne Veröffentlichungen ausgetauscht. Durch eine Abschätzung vom Bestand der Bücher sind wir auf stolze 27.000 Bänden gekommen!
Die Bibliothek ist mittwochs von 15:00 - 17:00 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet.
Veröffentlichungen
In der Schriftenreihe "Jahresberichte der Wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau, gegr. 1808" erscheinen die Ausgaben in unregelmäßigen Abständen. Die Bezugskosten dafür sind im Mitgliedsbeitrag enthalten. Weitere Veröffentlichungen erscheinen in zwangloser Folge.
Vorstand und Beirat der Wetterauischen Gesellschaft
Mitglieder des Vorstands der Wetterauischen Gesellschaft sind:- Dr. Wolfgang Heinemann, Vorsitzender
- Dr Günter Seidenschwann, Stellvertretender Vorsitzender
- Heide Kaiser
- Edda Rose
- Dr. Engelbert Springer
Mitglieder des Beirats sind:
- Dr. Michael Barth
- Werner Engelhardt
- Dr. Kurt Grendel
- Dr. Torsten Rossmann
- Hilde Weihs
Die Wetterauische Gesellschaft ist als gemeinnütziger Verein anerkannt und berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen.
Historie der Wetterauischen Gesellschaft
Im Juli 1808 riefen 10 bekannte Wissenschaftler zur Gründung einer naturkundlichen Gesellschaft auf Die treibenden Kräfte waren Hanauer Bürger, der Mineraloge Carl Caesar Leonhard, der Botaniker Dr. Gottfried Gärtner und der Arzt Dr. Johann Heinrich Kopp. Die Gründungsversammlung fand am 10. August 1808 in Hanau statt.Heute wird immer wieder gefragt: Hanau und die Wetterau? Wieso diese Namenskombination? Vor 200 Jahren verstand man unter der Wetterau das Gebiet zwischen Vogelsberg, Odenwald, Taunus und Spessart. Die Stadt Hanau liegt fast in der Mitte dieser Region, die damalige Namensgebung kann also leicht nachvollzogen werden. Um ihre Tradition zu bewahren, behält die Wetterauische Gesellschaft ihren Namen bei, auch wenn sich sowohl die politische als auch die geographische Bedeutung der Bezeichnung Wetterau gewandelt hat.
Die Gesellschaft wurde binnen kurzer Zeit auch außerhalb von Hanau sehr bekannt. Die Arbeiten ihrer Mitglieder, zu denen auch Johann Wolfgang von Goethe, Alexander von Humboldt, Justus von Liebig und Friedrich Wöhler gehörten, fanden vielfältige Anerkennung.
Goethe empfahl in einem am 23. November 1814 an den Frankfurter Gelehrten C. H. Schlosser gerichteten Brief die Wetterauische Gesellschaft als Vorbild für eine wissenschaftliche Vereinigung in Frankfurt. Wenige Jahre später wurde dieser Vorschlag aufgegriffen und es erfolgte die Gründung der Senckenbergischen Gesellschaft.
Sammlungen und Schenkungen der Mitglieder bildeten schon in den Anfangsjahren der Wetterauischen Gesellschaft einen umfangreichen Bestand ausstellungswürdiger Exponate. Es entstand ein Museum, das bis zur Zerstörung durch den Bombenangriff vom 06. Januar 1945 in den oberen Räumen des ehemaligen Kanzleigebäudes am Schloßplatz untergebracht war. Mit nur geringen Schäden überstand jedoch die umfangreiche Bibliothek der Wetterauischen Gesellschaft die Kriegsereignisse. Sie befindet sich noch heute in dem angestammten Raum im Erdgeschoß des Kanzleigebäudes und birgt viele bibliophile Schätze.
Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder: 20 Euro, für Familien: 25 Euro.
Sollten Sie der Wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde beitreten wollen, finden Sie hier ein Aufnahme-Formular, welches Sie ausdrucken, ausfüllen und der Wetterauischen Gesellschaft zukommen lassen können.
Ein Vorstandsbeschluß aus der Gründungszeit der Wetterauischen Gesellschaft sah vor, daß die Mitglieder eine Lebensbeschreibung abzugeben haben. 28 dieser handgeschriebenen Dokumente, die der Zerstörung Hanaus und des ehemaligen Museums der Gesellschaft gegen Ende des Zweiten Weltkrieges entgingen, liegen uns heute noch vor. Sie geben Aufschlüsse über die Lebensbedingungen in der turbulenten Zeit nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, in der Hanau kurzzeitig unter französischer Herrschaft stand und zu dem von Napoleon gegründeten Großherzogtum Frankfurt unter der Regentschaft des letzten Deutschen Erzkanzlers, Erzbischof Carl Theodor von Dalberg gehörte, der auch Mitglied unserer Gesellschaft war. Wolfgang Finn und Dr. Wolfgang Heinemann haben diese Dokumente überarbeitet und in Reinschrift in einer hundertseitigen Broschüre herausgegeben. Das empfehlenswerte Werk hat die ISBN 978-3-98 13671-0-2 und ist zum Selbstkostenpreis von 11,10 € in den Hanauer Buchhandlungen und in unserer Geschäftsstelle erhältlich.
Unsere Partnervereine
- Arbeitsgruppe Palaeo-Geo e.V., Kelkheim
- Netzwerk Naturwissenschaftlicher Vereinigungen in Mitteleuropa (NNVM)
- Astronomische Gesellschaft Urania
- Frankfurter Geographische Gesellschaft
- Georgius Agricola Montanisten Mainz e.V.
- Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft
- Nassauischer Verein für Naturkunde